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Wiener Südrandstraße S 1 (B 301)


Die Straßenbaukunst hat sich in den letzten zehn Jahren von einer klassisch technischen Disziplin zu einer interdisziplinären und politisch-kommunikativen Herausforderung gewandelt. Dem Straßenplaner stehen heute Sonderfachleute der unterschiedlichsten Fachbereiche zur Verfügung, die es ermöglichen, ein Projekt so zu gestalten, dass es der Bevölkerung positiv nahe gebracht und eine gute Akzeptanz erreicht werden kann. Das erste Großprojekt in Österreich, wo diese Entwicklung in Form einer Umweltverträglichkeitsprüfung Einfluss auf die Projektierung genommen hat, war die S1 - die Wiener Südrandstraße.
 
Bereits im Jahr 1993 wurde die GRUPPE WASSER von der ÖSAG beauftragt, Bohrungen zur Abklärung der Untergrundverhältnisse im Bereich Rannersdorf abzuteufen, um Grundlagen für die Trassenauswahl zu schaffen.

Im Jahre 1995 wurden im Auftrag der ÖSAG sämtliche Projektsgrundlagen ohne zusätzliche Erkundung erhoben und analysiert, um eine Machbarkeitsstudie zur Querung des Schwechattales zu erstellen. Als Varianten waren ein tiefer Tunnel in bergmännischer Bauweise und in seichter Tunnel in offener Bauweise zu bewerten.

Ab dem Jahre 1996 wurde, ebenfalls im Auftrag der ÖSAG, für die UVE von der Arbeitsgemeinschaft GRUPPE WASSER gemeinsam mit der GRUPPE GEOTECHNIK der Fachbeitrag Geologie, Geotechnik, Hydrogeologie und Wasserwirtschaft bearbeitet, wobei zur optimalen und wirtschaftlichen Nutzung der Ressourcen eine gemeinsame fachübergreifende Erkundung des Untergrundes stattgefunden hat.
 
 
Im Rahmen dieser Erkundung wurden mehr als 140 Einzelbohrungen, mehr als 60 Grundwassermessstellen, 200 Pumpversuche, 77 Rammsondierungen, sowie sämtliche hydrogeologische und geotechnische Laborversuche für mehr als 4.000 lfm Kernbohrungen sowie die gesamte Betreuung, wie die Erwirkung der Bohrbewilligung, Vermessung der Bohrpunkte, technische und wirtschaftliche Baustellenabwicklung, Flurschadensregelung mit den Eigentümern, Probenentnahme und Koordination der Arbeiten des Geotechnik- und Chemielabors durchgeführt.

Sämtliche Erkundungsarbeiten und deren Ergebnisse wurden sowohl für die Gutachter des gesamten UVE-Teams, als auch für die Öffentlichkeitsarbeit aufbereitet und in einem fachübergreifenden einheitlichen Layout im GIS dargestellt.

Im Anschluss an die Durchführung des Erkundungsprogrammes wurde eine Qualitätsuntersuchung des Grundwassers im gesamten Untersuchungsgebiet durchgeführt und aufbauend auf diese Ergebnisse das Grundwasserbeweissicherungsprogramm entworfen und der Behörde zur Begutachtung vorgelegt.
 
 
Im Rahmen des UVP-Verfahrens wurden sämtliche geologische, hydrogeologische und wasserwirtschaftlichen Grundlagen inkl. aller Altlasten, Verdachtsflächen und sonstiger Grundwassergefährdungspotentiale katalogisiert, die Auswirkungen der unterschiedlichen Varianten beurteilt, sowie eine Risikobewertung und eine Kosten-Nutzen-Analyse als Grundlage für die Variantenentscheidung erstellt und das Gutachten Geologie, Geotechnik, Hydrogeologie und Wasserwirtschaft für die UVE verfasst.

Im Dezember 1999 wurde die GRUPPE WASSER und die GRUPPE GEOTECHNIK in weiterer Folge mit der Aufbereitung aller Planungsgrundlagen auf Basis des GIS für die öffentliche Erörterung im Vienna International Center, sowie mit der Teilnahme für den Fachbereich Geologie, Geotechnik, Hydrogeologie und Wasserwirtschaft beauftragt.

Nach Vorliegen der §4-Verordnung wurde von der GRUPPE WASSER im Auftrag der ÖSAG das gesamte Wasserrechtsverfahren der S1 abgewickelt, wobei in Summe 7 Wasserrechtsverfahren für die 6 Streckenabschnitte und zwei Wasserrechtsverfahren für die Altlastensanierungen abgewickelt werden mussten.

Einen weiteren Projektsschritt stellte die hydrogeologisch/hydrologische Begutachtung und Projektierung der Brücke über die Schwechat dar.

Im Zuge der Generellen Planung wurde die GRUPPE GEOTECHNIK im Jahre 2000 mit der geotechnischen Begutachtung sämtlicher Objekte für die S1 beauftragt, wobei mehr als 50 Einzelgutachten und weitere geotechnische Stellungnahmen für Brücken, Tunnel und Erd- und Wasserbauten erstellt wurden.
 
Seit 2001 führt die GRUPPE WASSER die Grundwasserbeweissicherung der S1 durch, wobei diese Arbeiten gemeinsam mit dem Umweltanalytischen Labor durchgeführt werden.

Ab Beginn der Ausführungsphase bis dato ist die GRUPPE GEOTECHNIK mit der baubegleitenden geotechnischen Beratung des Bauherrn für den gesamten Bereich der S1 beauftragt.

Seit 2003 ist die GRUPPE WASSER auch mit der hydrogeologischen Begleitung der Bauarbeiten beauftragt.
 
 

 

Projektdaten

Projektleiter:    Dipl.-Ing. Alexander Mechtler
Bearbeitungszeitraum:    1993-dato
Auftraggeber:    ÖSAG - Österreichische Schnellstrassen u. Autobahnen Ges.m.b.H.

 

Projektmitarbeiter

 

 
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