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Wasserhaushalt Neue Donau - Bilanzmodell

 

Im Jahr 1991 wurde die GRUPPE WASSER mit der Erfassung des damaligen hydrologischen Ist-Zustandes der Neuen Donau der Stadt Wien MA 45 betraut.

Das Ergebnis dieser Untersuchung war die quantitative Bilanzierung aller, zu den beiden Stauhaltungen der Neuen Donau zu- bzw. abgehenden Teilströme (siehe Abb. 1) für die Jahre 1991-1994 sowie die Erfassung der Kolmationsvorgänge in der Donau und der Neuen Donau.
 
 
Bild: Jahresmittelwerte 1996 - 2003 der wichtigsten Bilanzglieder des Bilanzmodells Neue Donau

Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in ein zweidimensionales Grundwasserströmungsmodell für das Gebiet Donau, Neue Donau, Alte Donau und linksufriges Hinterland einschließlich der Lobau eingearbeitet.

Mithilfe des Grundwassermodells und dem daraus abgeleiteten Wasserhaushaltsmodell konnten Prognosen über die, von der Errichtung des Kraftwerks Freudenau maßgeblich bestimmte Entwicklung der Teilströme der Bilanzen erstellt werden (siehe dazu Abb.2). Darüber hinaus wurden, den neuen hydrologischen Gegebenheiten entsprechend, Bewirtschaftungsgrundsätze (Musterganglinie) für die Neue Donau festgelegt.
 
 
Bild: Entwicklung des Bilanzgliedes Bilanzüberschuss in beiden Stauhaltungen 1998- 2003

Unter Bilanzüberschuss versteht man den, in der wehrbetriebsfreien Zeit beobachteten Anstieg des Wasserspiegels in der Neuen Donau. Diese Größe beinhaltet mehrere Bilanzglieder und kann als Indikator für die generelle Entwicklung der Neuen Donau verwendet werden.

Seit 1996 erstellt die GRUPPE WASSER® im Rahmen eines quantitativen Beweissicherungsprogramms für beide Stauhaltungen der Neuen Donau jährliche Wasserbilanzen. Aufgrund ihres Einflusses auf die Grundwasserteilströme der Wasserbilanz werden die Kolmations- und Dekolmationsprozesse in der Stauhaltung des Kraftwerkes Freudenau und der Neuen Donau kontinuierlich beobachtet.
 
 
Bild: Räumliche Verteilung des Grundwasserzustromes von der Donau durch die Donauinsel zur Oberen Stauhaltung der Neuen Donau.

Durch die unterschiedlich starke Kolmation (Selbstabdichtung der Gewässersohle und -ufer) in den verschiedenen Abschnitten (Transekte) der Donauinsel ergibt sich eine räumliche Aufteilung des Grundwasserstromes.

Die Wasserbilanzen dienen also der Dokumentation der Gewässerentwicklung und der Ableitung von daraus resultierenden Maßnahmen. Darüber hinaus sind sie auch Grundlage für die qualitative Beweissicherung durch die jährlichen limnologischen Gutachten des TEAMS LIMNOLOGIE.
 

 

Projektdaten


Projektleiter:    Dipl.-Ing. Raimund Taschke
Bearbeitungszeitraum:    1991 - dato
Auftraggeber:    Magistrat der Stadt Wien, MA 45

 

Projektmitarbeiter


 

 
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