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Geländeänderung, Bodensanierung und Betonabbruch für die Baufeldfreimachung zur Errichtung einer Weizenstärkeanlage in der KG Pischelsdorf

Die AGRANA Bioethanol GmbH. errichtete im Bereich des Industrieparks Pischelsdorf eine Weizenstärkeanlage. Im Vorfeld der geplanten Errichtung der Anlage war eine im umweltrelevanten Ausmaß erforderliche Bodensanierung durchzuführen, um eine mögliche Grundwassergefährdung durch vorliegende Ablagerungsmaterialen ausschließen zu können. Außerdem sollte eine Baufeldfreimachung des Grundstückes durch Abbruch bestehender alter noch vorhandener Bauwerksteile und Fundamente und einer entsprechenden Aufbereitung des Betonabbruchmaterials durch geeignete Recyclinganlagen erfolgen. Weiters war auf dem gesamten Baufeld ein einheitliches Bauplanum für die weiteren Baumaßnahmen herzustellen. In Teilbereichen war ein Bodenaustausch als Vorbereitung für die nachfolgenden Bodenverbesserungsmaßnahmen durchzuführen.
 
Bei dem Grundstück handelt es sich um eine seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr genutzte Liegenschaft der Donau Chemie AG. Das Grundstück wurde in den Kriegsjahren teilweise bebaut. Es sollte eine Magnesiumschmelze errichtet werden. Das in Bau befindliche Werksgelände wurde jedoch am Ende des zweiten Weltkrieges massiv bombardiert und seit dieser Zeit nicht mehr aufgebaut. Diverse Gebäudeteile und Fundamente sind noch seit dieser Zeit erhalten. Die Bombentrichter wurden unkontrolliert aufgefüllt, teilweise wurden auch diverse Anschüttungen und Ablagerung mit Bodenaushub, Bauschutt und sonstigen Materialien auf dem Gelände vorgenommen.
 
Im Vorfeld der Baufeldfreimachung wurde eine Bombenfreimessung und Kampfmittelfreigabe durchgeführt. Auf Grund erhöhter organsicher Beimengungen wurden vor Beginn der Räumungsarbeiten Deponiegasmessung durchgeführt.
 
Die gesamten Räumungs- und Entsorgungsarbeiten sowie Betonabbrucharbeiten wurden im Zeitraum vom 21.11.2011 ? 05.03.2012 durchgeführt. Die kontaminierten Ablagerungsmaterialien zeigten vor allem erhöhte Belastungen mit Quecksilber, Chrom gesamt, Nickel, Nitrit, Ammonium, Sulfat, DOC, KW Index und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Die Ablagerungsmaterialien wurden zum größten Teil vollständig, in Teilbereichen selektiv geräumt und anschließend einer entsprechenden Entsorgung zugeführt.
 
Im Zuge der gesamten Räumung bzw. Geländeanpassung wurden insgesamt 32.000 t Bodenaushubmaterial bzw. sonstig verunreinigte Böden entsorgt (lediglich ca. 3.300 Tonnen mit Qualität schlechter Baurestmassendeponie). Aus dem gesamten Sanierungsbereich bzw. aus dem Bereich der erforderlichen Geländeanpassungsmaßnahmen wurden insgesamt ca. 3.700 m³ kiesig-sandiges Material der Qualität Bodenaushub bzw. Baurestmasse aussortiert und für spätere Geländeanpassungsmaßnahmen verwendet. Weiters wurden ca. 25.000 t Betonteile (unterirdische Fundamente und Bauteile) abgebrochen bzw. Betonteile aus der Ablagerung aussortiert und mittels mobiler Recyclinganlage aufbereitet.
 
 
 

 

Projektdaten

Projektleiter:    Dipl.-Ing. Florian Nöbauer
Partner
Bearbeitungszeitraum:    2011 - 2012
Auftraggeber:    AGRANA Zucker GmbH

 

Projektmitarbeiter

 

 
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